Alte Bekannte, Derby-Atmosphäre und am Ende verschenkte Punkte
Am Samstag machten sich die Männer des Ribnitzer HV auf den Weg zur kürzesten Auswärtsfahrt der Saison. Das Ziel: Rostock. Dort wartete mit dem HC Empor Rostock 2 nicht nur ein bekannter Gegner, sondern auch jede Menge bekannte Gesichter.
Viele Spieler auf beiden Seiten kennen sich bereits seit Jahren, einige Ribnitzer haben in der Vergangenheit selbst das Trikot des HC Empor getragen. Entsprechend war die Partie auch ein Wiedersehen unter alten Bekannten – allerdings eines, bei dem die Freundschaft für 60 Minuten ruhen musste. Denn klar war: In einem MV-Derby will jeder den Platz als Sieger verlassen.
So startete die Partie von Beginn an entsprechend umkämpft, aber auch etwas zerfahren. Die Gastgeber aus Rostock setzten wie erwartet auf ihr schnelles Umschaltspiel und kamen dabei immer wieder zu einfachen Durchbrüchen und nutzten diese effizient im Abschluss. Dadurch gelang es dem Gastgeber, sich frühzeitig eine Führung zu erspielen.
Die Ribnitzer fanden allerdings ebenfalls gute Lösungen im eigenen Angriff und erspielten sich immer wieder aussichtsreiche Möglichkeiten. Das große Problem an diesem Nachmittag stand jedoch im Rostocker Tor: Viktor Malchow erwischte einen herausragenden Tag und brachte die RHV-Angreifer immer wieder zur Verzweiflung. Allein in der ersten Halbzeit konnte der Rostocker Schlussmann 15 Paraden verzeichnen und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass seine Mannschaft die Führung behaupten konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich im Angriff ein ähnliches Bild. Die Ribnitzer spielten sich gute Chancen heraus und konnten ihre Abschlussquote im Vergleich zur ersten Halbzeit etwas steigern. Insgesamt war die Angriffsleistung durchaus ordentlich und zeigte, dass die Mannschaft offensiv immer wieder Lösungen gegen die Rostocker Defensive fand.
Doch am Ende waren es die eigenen Fehler, die den Unterschied machten. 22 Fehlwürfe und 15 technische Fehler sind in einem Derby auf diesem Niveau schlicht zu viel, um etwas Zählbares aus Rostock mitzunehmen. Zu oft belohnte sich die Mannschaft für ihre eigentlich gute offensive Arbeit nicht selbst und gab durch unnötige Fehler immer wieder die Möglichkeit aus der Hand, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Nun heißt es Mund abputzen, denn bereits am kommenden Wochenende kommt es zum Kellerduell gegen den BFC Preußen Berlin. Anwurf zur ungewohnten Zeit am Sonntag um 16.30 Uhr.
